• Dorfgeschichte(n)

    Stockstadt am Main im Bachgau

    Die folgenden Beiträge zur Ortschaft Stockstadt am Main sind in der 1821 veröffentlichten Geschichte des Bachgaus (alte Cent Ostheim und Stadt Obernburg) enthalten und werden hier unkommentiert abgebildet: Seite 257 ff.: Stockstadt am Main, gerade beim Einfluß der Gersprenz gelegen und von der Chaussee durchschnitten, 1 Stunde von Aschaffenburg und 2 Stunden von Seligenstadt entfernt, war ehemals ein bedeutender und viel größerer Flecken als jetzt, den man deßhalb in alten Landcharten mit großen Buchstaben eingeschrieben findet. Er hieß Stoddenstatt und war im 11ten Jahrhundert der Hauptsitz des Landgerichts vom Bachgau, im 18ten Jahrhundert der Sitz der Kellerei Bachgau. Ehemals, im…

  • Dorfgeschichte(n)

    Ortsnamen

    Die Gegend um Stockstadt am Main wurde früh besiedelt. Schon vor 2.000 Jahren gab es ein Fort an der Stelle der ehemaligen Papierfabrik, das von römischen Söldnern erbaut worden war und bis etwa 260 n. Chr. genutzt wurde.  Im 9. Jh. wird der Ort in einem Dokument des Klosters Seligenstadt als STOCESTAT erwähnt. In diese Zeit datieren auch die ersten namentlich bekannten Siedler.  Zwischen dem 11. Jh. und dem 13. Jh. gehörte Stockstadt zum Kloster Fulda, und ab dem 14. Jh. bis zum Beginn des 19. Jh. war es Teil der Erzdiözese Mainz. Dies brachte mit sich, dass die Bevölkerung katholisch war…

  • Dorfgeschichte(n)

    Die Leonharduskirche

    Die Leonharduskirche wurde an der Stelle der früheren Laurentiuskapelle erbaut und dem heiligen Leonhard geweiht. Am 29 November 1773 taufte man Johann Adam Bauer als erstes Kind in der neuen Kirche. Der Kindsvater hieß Johann David Bauer, die Kindsmutter war Maria Elisabeth Ott, und das Kind stammte in vierter Generation vom Schmied Johann Konrad Bauer ab, der die Bauer-Familien in Stockstadt begründet hatte. Von 1773 bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts hinein war die Leonharduskirche an der Stockstädter Hauptstraße der Mittelpunkt des kirchlichen Dorflebens. Dort wurde nicht nur die Messe gefeiert, getauft und geheiratet. Auch die jährliche Wallfahrt der…

  • Dorfgeschichte(n)

    Ortsbürgerverzeichnisse 1669 und 1671

    Aus alten, im Staatsarchiv Würzburg vorhandenen Rechnungen der Gemeinde Stockstadt konnte man historische Ortsbürgerverzeichnisse rekonstruieren. Im Familienbuch Stockstadt sowie in der Stockstädter Chronik wurden solche Verzeichnisse veröffentlicht. Das Bürgerverzeichnis für 1671 enthält Angaben zu Anzahl und Namen der 23 männlichen Ortsbürger sowie zu Anzahl und Geschlecht ihrer Kinder (26 Söhne, 32 Töchter). Geht man davon aus, dass auch die nicht aufgeführten Ehefrauen existierten und bezieht man die aufgeführten Kinder mit ein, errechnet sich daraus eine Gesamtzahl von 104 Ortsbürgern im Jahr 1671. Die Einwohnerzahl dürfte allerdings um einiges höher gelegen haben, denn Knechte und Mägde wie auch Zöllner-, Müller- und…

  • Dorfgeschichte(n) - Familiengeschichte(n)

    Die Stockstädter Mainfähre

    Am 12 Februar 1903 erhielt Anton Bauer aus Stockstadt am Main die Genehmigung für eine Hochseilfähre zwischen Stockstadt und Mainaschaff. Diese Fähre beförderte nicht nur die Arbeiter der 1898 errichteten Aschaffenburger Zellstoff-Fabrik und weitere Personen aus den Gemeinden Mainaschaff und Kleinostheim – jenseits des Mains gelegen – an ihren Arbeitsplatz. Sie war zu Beginn des 20. Jahrhunderts auch die einzige Möglichkeit für Fuhrwerke, den Main an dieser Stelle zu überqueren. Denn die seit 1854 existierende Mainbrücke besaß weder einen Fußgängersteg noch eine Fahrspur. Sie war eine reine Eisenbahnbrücke. Der Fährer Anton Bauer und seine Ehefrau Maria Anna, eine geborene Zang,…