• Heimatkunde-Unterricht

    Heimatkunde im Schulunterricht

    Heimatkunde ist heute kein eigenständiges Schulfach mehr. In der Weimarer Republik eingeführt und von den Nationalsozialisten übernommen, wurde sie in der Nachkriegszeit unterrichtet und ab 1969 durch das Fach Sachkunde abgelöst. Heimatkunde wurde danach zum Teil in den Sachkundeunterricht integriert. Ich kann nicht beurteilen, wie sehr die „Kunde von der Heimat“ heute im Schulunterricht eine Rolle spielt. Mein Jahrgang 1959, der im weitesten Sinne noch zur Kohorte der Nachkriegskinder zu zählen ist, erhielt in der Stockstädter Schule noch im dritten Grundschuljahr (1967/1968) und im vierten Grundschuljahr (1968/1969) Heimatkundeunterricht. Man mag sich der Kritik an diesem Unterricht anschließen: Er halte eine…

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    Anleitung zur Sparsamkeit

    Wir hatten auch samstags Unterricht, und samstags wurde die Markensparkarte gefüllt und später in der jeweiligen Bank eingereicht. Man beachte, für was ich mein Gespartes ausgeben wollte. Katze und Kleider sind viel später in Erfüllung gegangen, zum Pferd hat es nicht gereicht 🙂

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    Unser Friedhof

    Vom alten Friedhof auf dem Gelände der Zellstoff-Fabrik kenne ich nur eine Luftbildaufnahme. Zu unserer Kinderzeit existierte der neue Friedhof unten vor der Autobahn schon lange. Auf der Zeichnung, die wir anzufertigen hatten, ist dieser neue Friedhof bereits in den alten und neuen Teil unterteilt. Im Kinderfriedhof unterhalb des (heutigen) Kriegerdenkmals gab es kleinere Gräber, darunter auch das Grab von Waltraut Seitz, dem ersten Kind meiner Großmutter Anna Pommerenke, das ich in meinem Schulaufsatz gezeichnet habe.

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    Die Gersprenz

    Die Gersprenz, unterhalb des Zollhauses und der alten Herrenmühlen, kannten wir nicht nur, weil wir sie auf dem Weg zum Friedhof überqueren mussten. In unserer Kindheit badeten wir noch in ihr. Ein Schwimmbad gab es damals nicht.

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    Die Zellstoff-Fabrik

    Es hieß „Unsere Stockstädter Zellstoff“. Jeder war wohl in irgendeiner Weise damit verbunden, und viele Familienmitglieder arbeiteten dort. Wir lebten mit dem dunklen Rauch aus dem „kleinen Kamin“. Erst 1969 wurde der höhere, neue Schlot gebaut und die Luft wurde besser für uns alle.