• Amerika - Auswanderung - Personen

    1832: Bauer Anton und Maria Anna Zang

    Die ersten, bislang bekannten Amerika-Auswanderer aus Stockstadt am Main entstammten den kinderreichen und seit dem frühen 17. Jahrhundert ansässigen Stockstädter Familien Bauer und Zang. Anton Bauer und seine Ehefrau Maria Anna Zang verließen Stockstadt schon im Jahr 1832 und begannen die lange und mit vielen Schwierigkeiten behaftete Reise nach Amerika. Denn Dampfschifffahrt gab es noch nicht, die Auswanderer mussten sich mit einem Platz im Zwischendeck eines Segelschiffs zufrieden geben. Dort hatten sie wochenlang auszuharren, die Überfahrt dauerte zwischen acht und zwölf Wochen. Doch Anton blieb wohl keine Wahl. Sein Vater war bereits 1799 verstorben, die Mutter im Jahr 1815 und…

  • Heimatkunde-Unterricht

    Heimatkunde im Schulunterricht

    Heimatkunde ist heute kein eigenständiges Schulfach mehr. In der Weimarer Republik eingeführt und von den Nationalsozialisten übernommen, wurde sie in der Nachkriegszeit unterrichtet und ab 1969 durch das Fach Sachkunde abgelöst. Heimatkunde wurde danach zum Teil in den Sachkundeunterricht integriert. Ich kann nicht beurteilen, wie sehr die „Kunde von der Heimat“ heute im Schulunterricht eine Rolle spielt. Mein Jahrgang 1959, der im weitesten Sinne noch zur Kohorte der Nachkriegskinder zu zählen ist, erhielt in der Stockstädter Schule noch im dritten Grundschuljahr (1967/1968) und im vierten Grundschuljahr (1968/1969) Heimatkundeunterricht. Man mag sich der Kritik an diesem Unterricht anschließen: Er halte eine…

  • Heimatkunde-Unterricht

    Anleitung zur Sparsamkeit

    Wir hatten auch samstags Unterricht, und samstags wurde die Markensparkarte gefüllt und später in der jeweiligen Bank eingereicht. Man beachte, für was ich mein Gespartes ausgeben wollte. Katze und Kleider sind viel später in Erfüllung gegangen, zum Pferd hat es nicht gereicht 🙂

  • Heimatkunde-Unterricht

    Unser Friedhof

    Vom alten Friedhof auf dem Gelände der Zellstoff-Fabrik kenne ich nur eine Luftbildaufnahme. Zu unserer Kinderzeit existierte der neue Friedhof unten vor der Autobahn schon lange. Auf der Zeichnung, die wir anzufertigen hatten, ist dieser neue Friedhof bereits in den alten und neuen Teil unterteilt. Im Kinderfriedhof unterhalb des (heutigen) Kriegerdenkmals gab es kleinere Gräber, darunter auch das Grab von Waltraut Seitz, dem ersten Kind meiner Großmutter Anna Pommerenke, das ich in meinem Schulaufsatz gezeichnet habe.

  • Heimatkunde-Unterricht

    Die Gersprenz

    Die Gersprenz, unterhalb des Zollhauses und der alten Herrenmühlen, kannten wir nicht nur, weil wir sie auf dem Weg zum Friedhof überqueren mussten. In unserer Kindheit badeten wir noch in ihr. Ein Schwimmbad gab es damals nicht.