• Familiengeschichte(n)

    Peter Debor (1678-1724): Herkunftsfamilie

    In den Zwanziger Jahren des 18. Jahrhunderts zog eine Familie dem Ort Stockstadt zu, deren Nachkommen mit Namen DEBOR dort bis heute vertreten sind. Es handelte sich um die Witwe des Peter Debor – Johanna Debor, geborene Gruber – mit ihren Kindern. In den Matriken der französisch-reformierten Gemeinde der Hanauer Neustadt ist diese Familie, auf die sich die heutigen DEBORs beziehen lassen, mit dem Namen DU BORD eingetragen. In Frankfurt, wo Jacques und Anne Marie, die Vorfahren der Hanauer Familie, heirateten, ist noch der Name DUBOIR vermerkt, im Berner Kanton Waadt ist dagegen der Nachname DUBOIS geläufig. Man findet im 17. und 18.…

  • Amerika - Auswanderung

    Auswanderungsforschung

    Die Auswanderungsforschung ist ein spannendes Feld. Man erfährt nicht nur interessante Details über das Leben der ausgewanderten Personen und Familien. Man gerät auch in Kontakt mit deren Vorfahren und kann ihnen vielfach mit Informationen über den Herkunftsort der Familie weiterhelfen. Ich mache das sehr gerne, schreibe oft die gefundenen Kontakte an und teile mit, wenn etwas in ihren veröffentlichten Stammbäumen nicht passend ist. Auch verknüpfe ich oft mehrere vorhandene Stammbäume in öffentlichen Datenbanken, wenn möglich. Denn oft wissen amerikanische Familien nicht, dass ihr Vorfahre oder ihre Vorfahrin mehrere Geschwister hatte und dass ihre amerikanische Familien größer sind als angenommen. Auf…

  • Amerika - Auswanderung

    Ankunft in Amerika

    Der am häufigsten genannte Ankunftshafen ausgereister Stockstädter in den Jahren vor 1840 liegt in der Stadt Baltimore in Maryland. Danach werden immer mehr Passagierlisten im Hafen der Stadt New York verzeichnet. Dort finden wir die meisten, uns bekannten Familiennamen. Reiseziele und Entfernungen Die Einwanderer der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts – vor allem der 1830-er Jahre – ließen sich in Maryland rund um ihren Ankunftshafen Baltimore nieder. Tatsächlich findet man bereits im Jahr 1834 die gemeinsame Farm von Konrad Scharf und Joseph Bauer im östlichen Baltimore County in der Gegend um Lauraville und Gardenville. Später wandte man sich weiter nach…

  • Amerika - Auswanderung

    Schiffsreise nach Amerika

    Bis etwa zur Mitte des 19. Jahrhunderts überquerten Ströme von Auswanderungwilligen den Atlantik auf Segelschiffen. Bis zum Abreisehafen hatten sie bereits eine strapaziöse Reise auf sich genommen. Per Pferdewagen, Schiff und später per Eisenbahn erreichten sie die Häfen (Le Havre, Rotterdam, Hamburg und Bremen). Die Schiffsreise nach Amerika dauerte dann noch sechs bis acht Wochen. Und auch nach der Ankunft erreichte man nicht sogleich den gewünschten Ort. Denn wer im Winter in Amerika ankam und in den Norden weiterreisen wollte, musste oft noch lange im Ankunftsort (meist Baltimore und New York) ausharren, da der Hudson bis April zugefroren war und…

  • Dorfgeschichte(n)

    Stockstadt am Main im Bachgau

    Die folgenden Beiträge zur Ortschaft Stockstadt am Main sind in der 1821 veröffentlichten Geschichte des Bachgaus (alte Cent Ostheim und Stadt Obernburg) enthalten und werden hier unkommentiert abgebildet: Seite 257 ff.: Stockstadt am Main, gerade beim Einfluß der Gersprenz gelegen und von der Chaussee durchschnitten, 1 Stunde von Aschaffenburg und 2 Stunden von Seligenstadt entfernt, war ehemals ein bedeutender und viel größerer Flecken als jetzt, den man deßhalb in alten Landcharten mit großen Buchstaben eingeschrieben findet. Er hieß Stoddenstatt und war im 11ten Jahrhundert der Hauptsitz des Landgerichts vom Bachgau, im 18ten Jahrhundert der Sitz der Kellerei Bachgau. Ehemals, im…

  • Dorfgeschichte(n)

    Ortsnamen

    Die Gegend um Stockstadt am Main wurde früh besiedelt. Schon vor 2.000 Jahren gab es ein Fort an der Stelle der ehemaligen Papierfabrik, das von römischen Söldnern erbaut worden war und bis etwa 260 n. Chr. genutzt wurde.  Im 9. Jh. wird der Ort in einem Dokument des Klosters Seligenstadt als STOCESTAT erwähnt. In diese Zeit datieren auch die ersten namentlich bekannten Siedler.  Zwischen dem 11. Jh. und dem 13. Jh. gehörte Stockstadt zum Kloster Fulda, und ab dem 14. Jh. bis zum Beginn des 19. Jh. war es Teil der Erzdiözese Mainz. Dies brachte mit sich, dass die Bevölkerung katholisch war…

  • Dorfgeschichte(n)

    Die Leonharduskirche

    Die Leonharduskirche wurde an der Stelle der früheren Laurentiuskapelle erbaut und dem heiligen Leonhard geweiht. Am 29 November 1773 taufte man Johann Adam Bauer als erstes Kind in der neuen Kirche. Der Kindsvater hieß Johann David Bauer, die Kindsmutter war Maria Elisabeth Ott, und das Kind stammte in vierter Generation vom Schmied Johann Konrad Bauer ab, der die Bauer-Familien in Stockstadt begründet hatte. Von 1773 bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts hinein war die Leonharduskirche an der Stockstädter Hauptstraße der Mittelpunkt des kirchlichen Dorflebens. Dort wurde nicht nur die Messe gefeiert, getauft und geheiratet. Auch die jährliche Wallfahrt der…

  • Amerika - Auswanderung - Personen (USA)

    Pionier in Kalifornien: Jakob Bauer

    Jakob Bauer kam am 31 März 1821 in Stockstadt zur Welt. Zusammen mit seinen Eltern Anton Bauer und Maria Anna Zang sowie zwei Schwestern traf er im Dezember 1832 in Baltimore, Maryland, ein. Er war elf Jahre alt. 15-jährig zog er mit seinen Eltern nach Illinois und begab sich im Alter von 26 Jahren alleine auf die abenteuerliche Reise nach Westen. Jakob Bauer in Oregon und Kalifornien Im Jahr 1847 kam Jakob in Oregon an, wo er sich für die Dauer von 18 Monaten am Columbia River aufhielt. Ab April 1849 zog es ihn nach Kalifornien. Bis 1854 arbeitete er…