Der am häufigsten genannte Ankunftshafen ausgereister Stockstädter in den Jahren vor 1840 liegt in der Stadt Baltimore in Maryland. Danach werden immer mehr Passagierlisten im Hafen der Stadt New York verzeichnet. Dort finden wir die meisten, uns bekannten Familiennamen.
Reiseziele und Entfernungen
Die Einwanderer der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts – vor allem der 1830-er Jahre – ließen sich in Maryland rund um ihren Ankunftshafen Baltimore nieder. Tatsächlich findet man bereits im Jahr 1834 die gemeinsame Farm von Konrad Scharf und Joseph Bauer im östlichen Baltimore County in der Gegend um Lauraville und Gardenville. Später wandte man sich weiter nach Norden. Die Bundesstaaten Pennsylvania und New York waren beliebte Siedlungsstaaten. Aber auch Brooklyn in New York gibt es uns bekannte Familie, u.a. die Zangs. In Indiana finden sich Vertreter der Familien Duttine, Deis und Bauer und in Kentucky Familie Gentil. St. Louis in Missouri und die Bundesstaaten Wisconsin und Ohio sind ebenfalls Ziele vieler Einwanderer gewesen.
Dazu im Einzelnen später mehr. Hier zuerst eine Darstellung der Entfernungen, von denen wir sprechen. Nach der Anreise zum Abfahrtshafen und nach Wochen auf See hatten die Reisenden nun noch eine lange Strecke vor sich, bis sie sich endlich niederlassen und eventuell schon ansässige Verwandte und Bekannte treffen konnten. Teils dauerte diese Reise mit Zwischenstationen mehrere Monate.



