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Heimatkunde im Schulunterricht

Heimatkunde ist heute kein eigenständiges Schulfach mehr. In der Weimarer Republik eingeführt und von den Nationalsozialisten übernommen, wurde sie in der Nachkriegszeit unterrichtet und ab 1969 durch das Fach Sachkunde abgelöst. Heimatkunde wurde danach zum Teil in den Sachkundeunterricht integriert.

Ich kann nicht beurteilen, wie sehr die „Kunde von der Heimat“ heute im Schulunterricht eine Rolle spielt. Mein Jahrgang 1959, der im weitesten Sinne noch zur Kohorte der Nachkriegskinder zu zählen ist, erhielt in der Stockstädter Schule noch im dritten Grundschuljahr (1967/1968) und im vierten Grundschuljahr (1968/1969) Heimatkundeunterricht. Man mag sich der Kritik an diesem Unterricht anschließen: Er halte eine Landidylle aufrecht und befasse sich zu wenig mit aktuellen Themen. Die Beiträge, die ich hier einstelle, zeigen aber auch, wie interessant es für Kinder sein kann, ihr Dorf und dessen Geschichte sowie die Aufgaben einer Gemeindeverwaltung kennen zu lernen.

Mein Interesse an meinem Heimatdorf wurde durch unsere Lehrerin, Frau Hirsch, gefördert und die Verbundenheit zu Stockstadt hat sich bis heute gehalten. Dafür bin ich ihr sehr dankbar. Es ist – so denke ich – wichtig, unsere Wurzeln zu kennen.